Vorsorge beim Mobilfunk

Die aktuelle Ausgabe 2020-2 des Magazins „Oekoskop“ der *Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz“ widmet sich mit mehreren Beiträgen dem Thema Mobilfunk.

Aus dem Editorial

„Seit Jahren verfechten die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) das Vorsorgeprinzip, auch beim Mobilfunk. Letzten April ist der Bundesrat den Argumenten der AefU gefolgt. Er wird die Antennen-Grenzwerte – zumindest vorläufig – nicht erhöhen, wie das die Mobilfunkbranche seit Jahren verlangt. Unser Vorstandsmitglied Dr. med. Edith Steiner und die AefU-interne Arbeitsgruppe ‹nichtionisierende Strahlung NIS› hatten ihren Anteil an diesem Prozess. Das Heft beginnt mit einem historischen Bogen des AefU-Engagements für vorsorgliche Grenzwerte (Beitrag Steiner, S. 6). In der AefU-Position ‹Mobilfunk und Strahlung› bringen wir unsere Forderungen für eine minimale Mobilfunkbelastung der Bevölkerung auf sechs Punkte. Sie finden sie in der Mitte dieses Heftes zum Herausnehmen (www.aefu.ch/elektrosmog/aefu_position-nis.pdf, falls sie schon jemand mitgenommen hat).

Wollten Sie immer schon von unterwegs mit Ihrer Waschmaschine reden? Das Nachtlicht im Kinderzimmer für «smartes Einschlafen» via eine App fernsteuern? Ihre Lieblingsmusik hören, sobald sie daheim über die Schwelle treten? Nicht? Dann sind mit Ihnen schlechte 5G-Geschäfte zu machen. Solche aber sucht die Branche. In den Worten von Swisscom-Chef Urs Schaeppi Anfang Juni in ‹Der Hauseigentümer›: «Niemand weiss heute, welches die nächste grosse Anwendung ist. Aber klar ist, dass 5G den Grundstein für alltagsprägende Innovationen legt». Wer wartet also wofür auf 5G (Beitrag Zbornik, S. 9)?

Was werden die Millimeterwellen, die 5G so rasend schnell machen sollen, mit uns tun? Wie wird der Körper langfristig reagieren, wenn die adaptive Antenne ständig nach uns sucht und uns mit ihren blitzschnellen Beams trifft? Schon bei 2G, 3G, 4G, die seit Jahren strahlen, wissen wir es kaum. Was endlich erforscht wird, beruhigt nicht (Beiträge Ullrich, S. 12; Belpoggi, S. 17; Wick, S. 21). Die Entwicklung von 6G mit Terahertz-Wellen ist auch schon im Gange.

Es ist die Aufgabe von Politik und Behörden, die Bevölkerung vorsorglich vor unerforschten und vermeidbaren Risiken zu schützen. Sie dürfen sich nicht von künstlicher Hektik jagen und mit «digitaler Steinzeit» drohen lassen. Denn, stellte das Europäische Parlament fest, es wäre im Sinne der Branche, die politischen Entscheidungsträger würden glauben, es gäbe einen Wettlauf zwischen den Nationen um die früheste Einführung von 5G-Diensten. Dieser Lauf ist zu heiss. Die AefU wollen unabhängige Forschung über die Gesundheitsfolgen der Mobilfunkstrahlung. Das braucht Zeit. Die wollen die AefU ihr verschaffen.

Wir sind längst eine Informations- und Kommunikationsgesellschaft. Aber von einer intensiven Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen und sozialen Folgen ihrer Technologien sind wir weit weg (Beitrag Hutter, Kundi, Mooshammer, S. 24). Apropos digital: Die umfangreichen Literaturnachweise haben wir diesmal online gestellt. Sie hätten hier (zu) viele Seiten gefüllt. (…)“

 

Inhalte

Zum dritten Mal die Antennen-Grenzwerte gerettet / Seite 6
Dr. med. Edith Steiner, AefU

Der neuste Mobilfunkstandard 5G unter der Lupe / Seite 9
Dr. Stefan Zbornik, Kreuzlingen/TG

Neue Erklärungen für die Elektrohypersensibilität / Seite 12
Prof. Dr. Volker Ullrich, Universität Konstanz (D)

Konsequente Vorsorge beim Mobilfunk 13
AefU-Position ‹Mobilfunk und Strahlung›

Tierstudien: Prognosen für Karzinogenität beim Menschen / Seite 17
Dr. Fiorella Belpoggi, Institut Ramazzini, Bologna (I)

Elektromagnetische Felder und oxidativer Stress / Seite 21
Dr. med. Cornel Wick, Winterthur/ZH

5G: Abschätzung der Technikfolgen / Seite 24
Prof. Dipl.-Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter et al., MedUni Wien (A)

Das Magazin ist abrufbar unter:

http://www.aefu.ch/fileadmin/user_upload/aefu-data/b_documents/oekoskop/Oekoskop_20_2.pdf 

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