Zuhause verstrahlt, in der Schule verstrahlt, in der Natur verstrahlt – wie Dauer-Mobilfunk und WLAN unseren Alltag verändern

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WLAN läuft bei vielen Menschen rund um die Uhr – in Wohnzimmern, Kinderzimmern, Schulen. Router senden im Sekundentakt. Tablets und Smartboards sind im Unterricht allgegenwärtig. Bluetooth-Geräte sitzen direkt am Körper. Kaum jemand hinterfragt das – es gilt als normal. Doch in meiner Arbeit als Elektrobiologe sehe ich täglich: Diese Dauerbestrahlung hat FolgenKörperlich – Psychisch – Sozial.

Was folgt, ist keine Panikmache – sondern ein Überblick über Fakten, Wirkmechanismen und konkrete Schutzmassnahmen. Für Sie. Für Ihre Familie. Für Ihre Schule.

Dauerstrahlung durch WLAN & Mobilfunk ist kein Komfort mehr, sondern eine systemische Belastung – insbesondere für Kinder Zuhause und in Schulen. Warum dauerverfügbares Internet gefährlich ist, welche Studien warnen und was Sie konkret tun können.

 

1. Die Unsichtbarkeit der Dauerstrahlung – und warum sie uns alle betrifft

  • WLAN-Router senden permanent – auch wenn kein Gerät verbunden ist.
  • Die Impulsrate liegt meist bei 10 Hz oder mehr – in einem Frequenzbereich, der das Nervensystem besonders stark anspricht.
  • In Schulzimmern summieren sich Geräte: 25 Tablets, 1 Access Point pro Raum, plus Bluetooth-Headsets, Smartwatches, Beamer – das ergibt eine dauerhafte, hochfrequente Belastung, die niemand abschalten kann.
  • Diese Strahlung ist nicht spürbar – aber biologisch wirksam. Und sie ist nicht freiwillig. Auch wenn Sie Ihr WLAN nachts ausschalten, dringt Strahlung von Nachbarn, Mobilfunkmasten oder Repeatern durch die Wände.

 

2. Biologische Wirkung: Was Studien wirklich zeigen

Studienlage – eine Auswahl:

  

Typische Folgen bei Dauerbelastung:

Schlafstörungen | Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Erschöpfung | Veränderungen im EEG (Gehirnstrommuster) | Störungen der Herzrhythmik | Zellstress und Immunveränderungen | Gesteigerte Reizbarkeit bei Kindern

Diese Effekte sind nicht „nur psychologisch“, sondern vielfach biologisch messbar – im Tierversuch, im Labor, im Alltag.

  

3. Warum Grenzwerte nicht schützen – sondern beruhigen

In der Schweiz gilt die NISV (Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung). Diese orientiert sich an Empfehlungen der ICNIRP – einer Organisation, die oft wegen enger Verflechtungen mit der Industrie kritisiert wird.

Wichtige Fakten zur NISV:

  • Die Grenzwerte basieren ausschliesslich auf thermischen Effekten (Erwärmung des Gewebes) – nicht auf biologischen Langzeitwirkungen.
  • Nicht-thermische Effekte wie Schlafstörungen, DNA-Brüche, Zellstress werden nicht berücksichtigt.
  • In sogenannten OMEN-Zonen (z. B. Schlafzimmer, Schulen, Spitäler) gelten tiefere Grenzwerte – diese werden jedoch kaum kontrolliert oder durchgesetzt.
  • In der Praxis zählt nur der Einzelwert pro Anlage – die Gesamtsumme aller Strahlenquellen bleibt unberücksichtigt.

👉 Mehr Infos: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/strahlung/fachinformationen/nichtionisierende-strahlung-nis.html

  

4. WLAN in Schulen – eine stille Gesundheitsgefährdung

In Klassenzimmern herrscht heute oft Dauerbestrahlung – nicht, weil es pädagogisch nötig wäre, sondern weil es technisch einfach ist!

Kritikpunkte:

  • Die meisten Unterrichtsinhalte erfordern kein WLAN. Bücher, Offline-Apps oder USB-Verbindungen wären oft ausreichend.
  • Schüler werden nicht aufgeklärt, wie Funktechnologien wirken – sie lernen nur, wie man Programme bedient.
  • Viele Geräte senden auch im Standby-Modus – selbst wenn der Bildschirm aus ist.

Internationale Gegenbewegung:

  • Frankreich: WLAN in Krippen und Kindergärten verboten, in Schulen nur unter Auflagen.
  • Israel: Nationaler Elternrat fordert WLAN-Verbot an Schulen.
  • Zahlreiche deutsche Städte (z. B. Frankfurt, Hannover): setzen auf LAN statt WLAN im Klassenzimmer.

👉 Quelle: https://ehtrust.org/schools-worldwide-removing-wifi-reducing-exposure/

 

 5. Zuhause: Schlafräume, Kinderzimmer, Wohnzimmer – Strahlung nonstop

Ein durchschnittliches Zuhause hat heute:

  • 1 WLAN-Router (24/7 aktiv)
  • 3–5 Smartphones (mit WLAN/Bluetooth aktiviert)
  • Smart-TV, Bluetooth-Boxen, DECT-Telefone, vernetzte Haushaltsgeräte
  • WLAN-Repeater oder Mesh-Systeme, die pausenlos senden, selbst bei Nichtnutzung

Strahlenmessungen zeigen: Die Belastung in Wohnräumen liegt heute oft um das Hundertfache höher als noch vor 15 Jahren.

 

6. Elektrosensibilität – real, nicht eingebildet

Immer mehr Menschen reagieren auf Funkwellen mit: Kopfschmerzen | Herzrasen | Erschöpfung | Hautreizungen | Schlaflosigkeit

Oft beginnt es schleichend – viele merken erst spät, dass ihr Körper auf Funk reagiert. Die WHO hat Elektrosensibilität als „Idiopathic Environmental Intolerance“ anerkannt – die Ursachenforschung jedoch vernachlässigt.

👉 https://www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/radiation-electromagnetic-fields

 

7. Konkrete Schutzmassnahmen – ohne Rückzug

Für Zuhause:

  • WLAN nur bei Bedarf aktivieren – nicht rund um die Uhr
  • Verkabelte Netzwerke (LAN) einrichten – insbesondere für PC, Drucker, TV
  • Bluetooth nur aktivieren, wenn zwingend erforderlich
  • DECT-Telefone durch kabelgebundene ersetzen oder “ECO-Modus plus” aktivieren
  • Schlafräume funkfrei und feldfrei gestalten – besonders für Kinder
  • Abschirmmaterialien gezielt einsetzen, wenn starke Aussenfelder vorhanden sind
  • Strahlenmessung – Elektosmog-Messung durch Fachperson (urs-raschle.ch)

Für Schulen:

  • WLAN zeitgesteuert oder nur auf Abruf aktivieren
  • Wo immer möglich: LAN statt WLAN
  • Geräte zentralisiert (nicht am Platz der Kinder) positionieren
  • Elternabende zur Aufklärung
  • Schüler auf verantwortungsvollen Umgang mit Funktechnik vorbereiten
  • Pausen & Bewegungsphasen strahlungsfrei halten

  

8. Fazit: Weniger ist mehr – und gesünder

  • WLAN, Mobilfunk und Bluetooth sind keine neutralen Helfer.
  • Sie sind Teil eines immer dichter werdenden Belastungsfeldes – besonders in Räumen, in denen Menschen zur Ruhe kommen, lernen oder heilen sollen.
  • Der Schlüssel liegt nicht nur im Verzicht, sondern in der klugen Nutzung.
  • Weniger Exposition, bewusste Technik, echte Aufklärung.
  • Für sich selbst. Für die Kinder. Für eine Zukunft, in der Gesundheit nicht erst dann Thema wird, wenn Symptome auftreten.

 

Ihr nächster Schritt

  • Lassen Sie Ihre Wohnung oder Schule professionell vermessen – Termin vereinbaren
  • Sprechen Sie mit Lehrpersonen und den Schulverantwortlichen über LAN-Lösungen
  • Informieren Sie andere – sachlich, ruhig, klar

Weitere Infos und Messungen:
👉 URS-RASCHLE.ch
👉 PDF – Elektrosmog – Beschreibung der Felder
👉 Bioinitiative Report
👉 SwissNIS Monitoring
👉 Environmental Health Trust – Wi-Fi in Schools
👉 Schutz vor Strahlung
👉 Diagnosefunk
👉 Gigaherz


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