Smart Meter, Powerline & PV-Leistungsoptimierer

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Warum Daten über Elektroleitungen zur kaum beachteten Dauerbelastung werden – und warum viele darunter leiden, ohne den Zusammenhang zu erkennen.

In der Schweiz läuft der Rollout von Smart Metern auf Hochtouren. Parallel greifen viele Haushalte zu Powerline-Adaptern („Internet aus der Steckdose“). In der Photovoltaik (PV) wiederum setzen zahlreiche Systeme auf Leistungsoptimierer an jedem PV-Modul – sie sprechen mit dem Wechselrichter über die Gleichstromleitungen (DC-Strings).

Der gemeinsame Nenner: Daten werden über herkömmliche Elektro- oder DC-Leitungen übertragen, die nicht dafür ausgelegt sind, hochfrequente Signale zu führen. Das klingt clever, hat aber eine Nebenwirkung, die im Alltag unterschätzt wird: Vom Kilohertz-Bereich (kHz) bis in den Kurzwellenbereich (MHz) entstehen elektromagnetische Felder im Wohn- und Arbeitsraum – oftmals rund um die Uhr.


Was sendet hier eigentlich – und wo?

  • Smart Meter / Power Line Communication (PLC): In der Schweiz wird für die Zähler-Kommunikation bevorzugt PLC eingesetzt. Üblich sind Schmalband-Bereiche zwischen 3 und 148,5 Kilohertz (kHz) gemäß CENELEC-Zuteilung, meist nur bis etwa 98 kHz genutzt. In einigen Verteilnetzen der Elektrizitätswerke oder in Projekten können – je nach System – auch Frequenzen bis in den 500-kHz-Bereich verwendet werden. Das Prinzip: Die Verbrauchsdaten werden auf die Stromleitung moduliert, weil diese ohnehin überall vorhanden ist.
  • Private Powerline / Breitband-PLC (BB-PLC): Heim-Adapter basieren auf zwei Standards:
    • HomePlug (entwickelt von der HomePlug Powerline Alliance, inzwischen eingestellt). Varianten: HomePlug AV (2–28 Megahertz, MHz, bis ca. 200 Mbit/s) und HomePlug AV2 (bis 86 MHz, bis ca. 1200 Mbit/s). Noch weit verbreitet, wird aber nicht mehr weiterentwickelt.
    • Gigabit Home Networking – G.hn (ITU-T-Standard G.9960 ff.): moderner Nachfolger von HomePlug, flexibler über Stromleitungen einsetzbar. Frequenzbereich: 2–50 MHz, teils bis 100 MHz. Heute in den meisten aktuellen Powerline-Adaptern im Einsatz.
    Je nach Hausverkabelung entstehen daraus Gleichtaktströme, die als abgestrahlte Störanteile im Raum messbar werden. Die gesamte Elektroinstallation wird somit zur Sendeantenne.
  • PV-Leistungsoptimierer: Optimierer an den PV-Modulen und der Wechselrichter kommunizieren über die DC-Strings – per PLC-Verfahren. Genau diese Signale werden seit Jahren als Störquelle im Kurzwellenbereich dokumentiert. Funkberichte zeigen Fälle, in denen noch in über 100 Metern Entfernung Störungen messbar waren. In der Schweiz mussten bereits mehrere PV-Anlagen deshalb abgestellt oder mit erheblichem Aufwand optimiert werden.

„Ist doch genormt – also unbedenklich?“

Wichtig: Die einschlägigen Normen und Vorgaben regeln vor allem die technische Störsicherheit (Elektromagnetische Verträglichkeit, EMV) – also, dass andere Geräte und Dienste (z. B. Funkdienste) nicht übermässig gestört werden. Sie sind nicht als gesundheitliche Vorsorge-Grenzwerte gedacht!

Deshalb kann eine Installation formal konform sein und im Raum dennoch auffällig wirken – besonders in Schlaf- oder Ruheräumen wie Kinderzimmern oder auch in Krankenhauszimmern. (Das bestätigt auch die behördliche Darstellung zur PLC-Technik und deren Einordnung als Kommunikationsverfahren über Leitungen, nicht als „gesundheitsgeprüfte“ Innenraumtechnik.)


Die Elektroleitungen werden zur Sendeantenne

Elektroleitungen sind für 50 Hertz (Hz) gedacht – nicht für breitbandige, hochfrequente Signale. Werden Daten auf diese herkömmliche Elektroinstallation moduliert, entstehen:

  • Breitbandige Spektren: bei Powerline ein „Rauschteppich“ im MHz-Bereich, bei Smart Metern getaktete Signale im kHz-Bereich.
  • Gleichtakt- und Ableitströme: auf langen, ungeschirmten Leitungen mit vielen Abzweigen.
  • Messbare elektrische Felder (E-Felder) und magnetische Felder (B-Felder): in unmittelbarer Nähe von Wänden, Böden, Kabeln – also dort, wo wir schlafen, arbeiten oder Kinder spielen.

Kurz: Die Hausinstallation wird zur ungewollten Antenne.


Reale technische Problemfälle aus der Praxis

  • Heim-Powerline stört DSL/VDSL: In der Praxis kommt es immer wieder zu Einbrüchen der DSL-Internetverbindung, sobald Powerline-Adapter aktiv sind – Router protokollieren entsprechende Meldungen („Störung möglicherweise durch Powerline verursacht“). Das ist kein Einzelfall, sondern eine bekannte Inkompatibilität zwischen breitbandigen Leitungssignalen und DSL-Spektren.
  • PV mit Leistungsoptimierern als Störquelle: Schweizer Amateurfunk-Berichte dokumentieren massive Störungen durch PV-Anlagen mit Optimierern, teils mit Reichweiten bis rund 175 m. Das Störspektrum liegt ungefähr zwischen 100 kHz und mehreren MHz und kann den Kurzwellenempfang praktisch unmöglich machen.
  • Allgemeine Störfälle (CH/EU): Fachartikel und Verbände berichten seit Jahren über Störungen durch PLC/VDSL und PV-Elektronik. Auch Behörden warnen vor EMV-auffälligen PV-Komponenten. Das zeigt: Die Problematik ist praxisrelevant, nicht theoretisch.
  • NB-PLC im Feld sensitiv: Netzbetreiber selbst weisen darauf hin, dass PLC-Signale (30–500 kHz) durch andere Aussendungen beeinflusst werden können – die Empfindlichkeit zeigt zugleich, wie präsent diese Signale auf den Leitungen sind.

Gesundheitliche Folgen – das unterschätzte Risiko

Viele Menschen leiden bereits heute unter Symptomen, ohne den Zusammenhang zu erkennen:

  • Schlafstörungen – Probleme beim Einschlafen, unruhiger Schlaf, nächtliches Aufwachen
  • Kopfschmerzen und Migräne – oft diffus, scheinbar ohne klare Ursache
  • Konzentrationsschwierigkeiten und innere Unruhe – sinkende Leistungsfähigkeit, schnelle Erschöpfung
  • Druckgefühle auf Brust oder Kopf – von Betroffenen als beängstigend beschrieben
  • Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen – insbesondere nachts oder in Ruhephasen

Das Tückische: Diese Beschwerden entstehen oft dort, wo wir uns am längsten aufhalten – im Schlafzimmer, im Kinderzimmer, am Arbeitsplatz. Die Signale sind meist gepulst und nahezu permanent aktiv. Dadurch bekommt der Körper kaum Gelegenheit zur Erholung.


Was bedeutet das für den Alltag?

  • Daueraktivität: Smart-Meter-Signale, PV-Kommunikation und Powerline laufen automatisch – meist 24/7.
  • Raumnutzung: Leitungen verlaufen direkt in Aufenthaltsbereichen (unter Böden, neben Betten, hinter Schreibtischen). Dadurch sind wir dauerhaft diesen – oft gepulsten – Belastungen ausgesetzt.
  • Gebäudeabhängigkeit: Zwei identische Adapter verhalten sich in zwei Häusern völlig unterschiedlich – je nach Verkabelung, Potentialausgleich, Leitungslängen und Gerätemix. Gemeinsam haben sie, dass sie Signale über die gesamte Elektroinstallation aussenden.

Kurzer Klartext zu „Lösungen“

  • Raus mit PLC und Powerline! Entsorgen und auf Kabel setzen.
  • WLAN ist keine Lösung, sondern verschiebt die Problematik nur in ein anderes Frequenzband.
  • Die saubere Lösung: Ethernet-Kabel (fachgerecht verlegt, vorzugsweise geschirmt) oder POF – Plastic Optical Fiber (Lichtwellenleiter). Das ist deterministisch, störungsarm und völlig ohne Abstrahlung in den Raum und auf uns Menschen.
  • Photovoltaikanlagen niemals mit Leistungsoptimierern ausstatten.

Lassen Sie die Belastung durch einen Elektrobiologen messen

Vermutungen, ob dieses oder jenes Gerät „nicht stark“ oder „gar nicht strahlt“, bringen uns nicht weiter. Nur eine fachgerechte Messung zeigt die Realität.

In einer spezialisierten Messung prüfe ich:

  • Leitungsgebundene Signale (Smart-Meter-PLC in den CENELEC- und FCC-Bändern, Powerline-PLC, PV-Leistungsoptimierer) vom unteren kHz-Bereich bis > 50 MHz.
  • Abgestrahlte Felder (Elektrosmog) im Raum – an Schlaf- und Arbeitsplätzen (E-Feld, B-Feld sowie Hochfrequenz HF).
  • Zeitverhalten (Bursts, Taktmuster), damit auch kurze, aber wiederkehrende Aktivitäten sichtbar werden.
  • Klartext-Dokumentation mit Priorisierung: Wo kommt es her und wie lässt es sich ohne Funktechnologien und ohne PLC weiter nutzen (Stichworte: Ethernet, POF, saubere Topologie, Gerätewahl).

Ergebnis:

Sie erhalten eine objektive Bestandsaufnahme der Innenraum-Felder (Elektrosmog), inklusive der durch Smart Meter, Powerline und PV-Leistungsoptimierer erzeugten Signale – praxisnah bewertet und vorsorgeorientiert interpretiert.

Schützen Sie sich und Ihre Familie vor den stetig zunehmenden Belastungen.


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