LED-Licht – Scheinbare Lösung, verborgene Probleme

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LED-Licht gilt als die Erfolgsgeschichte der letzten Jahrzehnte: stromsparend, langlebig, vielseitig. Kaum ein Haushalt, kein Büro, keine Strasse kommt heute ohne sie aus. Doch während die Politik LED als «grünes Licht» für die Energiewende preist, wächst parallel die Kritik aus Medizin und Baubiologie. Denn Licht ist mehr als Helligkeit – und gerade hier zeigen sich Schwächen, die auf Dauer mehr Probleme schaffen können, als die Technik zu lösen verspricht.

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Die unsichtbare Seite des Lichts

Wenn wir an Licht denken, denken wir an das, was wir sehen: hell oder dunkel, warm oder kalt. Unser Körper aber reagiert auf weit mehr. Das Tageslicht enthält ein durchgehendes Spektrum von Ultraviolett über das sichtbare Licht bis ins Infrarot. Dieses Spektrum steuert nicht nur unseren Sehsinn, sondern auch biologische Prozesse wie Schlafrhythmus, Hormonproduktion, Stoffwechsel und Regeneration.

Fehlt dieses Gleichgewicht – wie bei LED-Licht mit hohem Blauanteil und ohne Infrarot – können Schlafstörungen, innere Unruhe, Augenbelastungen und langfristig auch Störungen im Hormonhaushalt begünstigt werden.

Glühlampen und Halogenleuchten hatten in dieser Hinsicht einen wichtigen Vorteil: Sie gaben – ähnlich wie die Sonne – sichtbares Licht plus einen hohen Anteil an Infrarotstrahlung (IR) ab. LEDs hingegen erzeugen ihr Licht durch einen blauen Chip und eine Phosphorschicht. Das Resultat ist weisses Licht ohne den begleitenden IR-Anteil. Für das Auge wirkt es hell, für den Körper fehlt jedoch ein wesentlicher Bestandteil.


Wenn Licht zum Stroboskop wird

Ein oft übersehenes Problem: Flimmern. Jede LED wird elektronisch angesteuert, in den meisten Fällen durch sogenannte Pulsweitenmodulation (PWM). Dabei wird das Licht nicht kontinuierlich geregelt, sondern im Stroboskop-Prinzip: 0–1–0–1, blitzschnell an und aus.

Unser Auge verschmilzt diese Impulse zu einem scheinbar gleichmässigen Licht. Doch das Nervensystem registriert sie sehr wohl. Genau hier entsteht der Stroboskop-Effekt: Bewegungen wirken ruckartig, Maschinen oder Ventilatoren scheinen stillzustehen, und selbst wenn wir es nicht bewusst bemerken, wird unser Gehirn durch die Lichtimpulse belastet.

Die gesundheitlichen Folgen reichen von Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Augenbrennen und Schlafproblemen bis hin zu verstärkter Migräne. In seltenen Fällen können starke Stroboskop-Effekte sogar epileptische Anfälle auslösen – ein Risiko, das insbesondere bei empfindlichen Personen bekannt ist.

Noch kritischer wird es beim Dimmen:
Fast alle LED-Dimmer arbeiten mit PWM. Je weiter das Licht herunter gedimmt wird, desto länger sind die Dunkelphasen zwischen den Lichtimpulsen. Das heisst: Die Stroboskop-Wirkung verstärkt sich genau dort, wo man eigentlich ein ruhiges, entspannendes Licht erwartet.

Wichtig: Hersteller geben Flimmerwerte in ihren Datenblättern praktisch nie an. Käufer erfahren Leistung, Lumen und Lebensdauer – aber nicht, ob die Lampe mit PWM-Stroboskop-Effekt arbeitet.


Farb- und Spektralqualität

Ein zweiter Punkt ist die Farbqualität. Das Tageslicht gibt Farben naturgetreu wieder, weil es ein kontinuierliches Spektrum besitzt. LEDs dagegen haben Lücken und Peaks. Zwar wird die Qualität mit dem «CRI» (Color Rendering Index) bewertet, doch erst bei CRI ≥ 97–98 werden wirklich alle 15 Referenzfarben (R1–R15) zuverlässig abgebildet. Die Haut wirkt dann natürlicher, Rottöne sind kräftiger, Farben stimmiger.

Doch selbst bei höchstem CRI bleibt ein Mangel: der fehlende Infrarotanteil. Dieser unsichtbare Anteil des Lichts spielt eine Rolle bei:

  • Wärmeempfinden und Behaglichkeit
  • Durchblutung und Mikrozirkulation
  • möglicherweise auch bei Regeneration und Heilungsprozessen

Wenn dieser Anteil dauerhaft fehlt – wie bei LED-Beleuchtung – kann dies zu einem Gefühl von Kälte, mangelnder Entspannung und erhöhter Belastung für Augen und Kreislauf führen.


Normen und Realität

Die europäische Ökodesign-Verordnung legt Grenzwerte für Effizienz und sichtbares Flimmern fest. Doch biologische Faktoren wie Stroboskop-Effekte bei PWM oder das Fehlen von Infrarot werden nicht berücksichtigt.

In der Praxis orientieren sich Lichtplaner und Hersteller vor allem an Lumen pro Watt und an Normen für Beleuchtungsstärke. Aspekte wie Flimmerfreiheit, biologische Spektralqualität oder Infrarotanteil werden kaum beachtet.

Das bedeutet: Auch normgerechte Beleuchtung kann im Alltag zu Beschwerden wie innere Unruhe, Konzentrationsmangel, Schlafstörungen oder Migräne führen – obwohl sie «technisch korrekt» ist.


LED – mehr Risiko als Lösung?

LEDs sparen Strom und eröffnen neue Gestaltungsmöglichkeiten. Doch sie bringen auch Risiken: Stroboskop-Flimmern, unvollständige Spektren und das Fehlen von Infrarot. Für das Auge mag das Licht ausreichend wirken – für den Organismus ist es ein unvollständiges, künstliches Signal.

Die Frage lautet also nicht, ob wir LEDs nutzen, sondern wie: mit flimmerfreier Technik, hoher Farbqualität und ergänzendem Infrarot. Nur so entsteht ein Licht, das Räume nicht nur erhellt, sondern den Menschen wirklich unterstützt.


Fazit

Licht ist mehr als Helligkeit. Mit LEDs haben wir eine Technik geschaffen, die effizient, aber unvollständig ist. Ihre Schattenseite sind PWM-Stroboskop-Effekte, ein verschobenes Farbspektrum und das Fehlen natürlicher Infrarotanteile, wie sie Halogenlampen, Glühlampen oder die Sonne selbstverständlich mitlieferten.

Wer heute plant oder renoviert, sollte daher nicht nur nach Watt und Lumen fragen, sondern nach Flimmerfreiheit, biologisch vollständigem Spektrum und IR-Anteil.
Denn gutes Licht spart nicht nur Energie – es erhält Gesundheit.


Mein Angebot für Sie

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Technischer Hinweis – Messwerte und Bewertungskriterien

Dieser Abschnitt richtet sich an Fachleute, die Messungen von Lichtflimmern und Farbwiedergabe durchführen. Er ist nicht Teil des allgemeinen Artikels, sondern als technische Beilage gedacht.

Flicker-Messung

  • Flicker-Perzent (Modulationstiefe, [%])
    (Luxmax–Luxmin) / (Luxmax+Luxmin) × 100
    • Normativ: Werte bis ca. 8–10 % gelten in Normen (z. B. IEEE 1789) als akzeptabel.
    • Baubiologisch: Bereits deutlich niedrigere Werte können störend sein. Ziel ist praktisch kein messbares Flimmern (< 1 %). Empfehlung: Konstantstromquellen einsetzen.
  • Flicker-Index
    • Verhältnis von Flächen unter der Kurve (Lichtintensität vs. Zeit).
    • Glühlampen typischerweise ~0,05.
    • LEDs mit PWM oft >0,2.
    • Baubiologisch: je näher bei 0, desto besser.
  • Flicker-Frequenz (Hz/kHz)
    • ≤ 100 Hz: direkt sichtbar, massiv störend.
    • 100 Hz – 3 kHz: nicht sichtbar, aber biologisch wirksam; Stroboskopeffekte möglich.
    • 3–40 kHz: technisch oft «unsichtbar», biologisch jedoch nicht unbedenklich.
    • Baubiologisch: keine periodische Modulation erwünscht – unabhängig von der Frequenz.

Farbwiedergabe

  • CRI (Color Rendering Index, Ra-Wert)
    • Mindestanforderung Normen: Ra ≥ 80.
    • Hochwertige Anwendungen: Ra ≥ 90.
    • Baubiologisch: empfohlen Ra ≥ 97–98 (inkl. R1–R15, insbesondere R9 = gesättigtes Rot).
  • CCT (Correlated Color Temperature, Kelvin)
    • Warmweiss (2700–3000 K): wohnlich, entspannend.
    • Neutralweiss (3500–4000 K): Büro, Arbeiten.
    • Tageslichtweiss (5000–6500 K): anregend, für spezielle Anwendungen.
    • Baubiologisch: bevorzugt warmweiss unter 3000 K, besonders in Wohn- und Schlafräumen.

Spektrum / Infrarotanteil

  • Lichtquellen mit IR-Anteil oder ergänzende Strahler nutzen. 
  • Glühlampen/Halogen: kontinuierliches Spektrum, hoher IR-Anteil (40–60 %).
  • LEDs: diskontinuierliches Spektrum, praktisch kein IR-Anteil.
  • Baubiologisch: IR-Anteil wichtig für Wärmeempfinden, Durchblutung und Regeneration → Empfehlung: Lichtquellen mit IR-Anteil oder ergänzende Strahler nutzen oder Halogen und Glühlampen verwenden.


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