Huawei erklärt, warum man bei 5G warte …

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Der chinesische Netzausrüster und Smartphonehersteller Huawei hat im Zuge des Mobile World Congress 2019 erstaunlich offen darüber gesprochen, welche Herausforderungen bei der Einführung von 5G-Netzen zu bewältigen sind. Die Nutzer dürfen sich wie erwartet darauf einstellen, dass ihre Smartphones bei der 5G-Nutzung erheblich mehr Leistung und Energie benötigen.

 

 

Artikel gefunden am 06.03.2019 auf: https://winfuture.de/news,107737.html

Wer aktuell an einem 5G-Smartphone arbeite, muss laut Huawei im Vergleich zu aktuellen LTE-fähigen Geräten eine Vielzahl von Hürden überwinden. So benötigen die neuen Smartphones rund fünf Mal so viel Rechenleistung beim Umgang mit 5G-Verbindungen, was man unter anderem mit dem Wechsel zwischen LTE-Advanced-, 5G- und WLAN-Netzen sowie dem durch unterschiedliche Reichweiten der neuen Netztechnik notwendigen Springen zwischen verschiedenen Arten von 5G-Mobilfunk in Sub-6-GHz-, Millimeter-Wave-Frequenzen sowie unlizenzierten Bändern begründet.

Huawei-Slide vom MWC 2019: Warum 5G-Smartphones so groß & schwer sind (Bildquelle: Nicolas La Rocco, Computerbase)

Gleichzeitig wird die neue Mobilfunktechnik auch noch erhebliche Anforderungen an die Akkus der neuen Geräte mit sich bringen. Durch den erhöhten Aufwand bei der Kommunikation über die neuen Technologien sei aktuell auch ein höherer Stromverbrauch zu erwarten. Huawei selbst sprach von einer um rund das 2,5-Fache höheren Leistungsaufnahme bei 5G-Nutzung. Die entsprechend ausgestatteten Geräte müssen daher auch die passenden Akkukapazitäten mitbringen.

Wenig überraschend ist daher, dass praktisch alle bisher vorgestellten Smartphones mit 5G-Unterstützung über Akkus verfügen, die im Durchschnitt deutlich größer ausfallen als bisher. So hat das gerade angekündigte Huawei Mate 20 X 5G einen 5000mAh-Akku, während das faltbare Mate X mit ganzen 4500mAh aufwartet. Auch bei ZTEs Axon 10 Pro 5G und dem Samsung Galaxy S10 5G finden sich mit 4000 und 4500mAh sehr große Akkus.

Die Hersteller müssen laut Huawei bei der Arbeit an neuen Geräte auch deutlich mehr in ihre Entwicklung stecken: allein das Design der Leiterplatinen für die neuen Geräte soll rund 30 Prozent aufwendiger sein als bisher. Es dürfte aus all diesen Gründen wohl kaum überraschen, dass es sich bei allen bisher angekündigten 5G-Smartphones um teure High-End-Modelle handelt, die allesamt viel Leistung und große Akkus mitbringen. Wer aktuell mit einem 5G-Smartphone liebäugelt, sollte sich also nicht von all dem Hype um die neue Technik blenden lassen. Die Enttäuschung, dass deutsche Netzbetreiber wie üblich hinterher hinken, kann man so außerdem leichter verkraften: in der ersten Generation ist 5G selbst nach Meinung von Mobilfunk-Managern nur für einen kleinen Kundenkreis überhaupt interessant. So ließ selbst der Chef des britischen Netzbetreibers EE kürzlich verlauten, dass man anfangs nicht mit größeren Nutzerzahlen rechnet.

Artikel gefunden am 06.03.2019 auf: https://winfuture.de/news,107737.html

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