Elektrohypersensibilität (EHS) ist keine Einbildung, sondern eine anerkannte Multisystemerkrankung. Offizielle Grenzwerte verschleiern die Risiken – Millionen Menschen sind betroffen.

Zusammenfassung nach dem Artikel der Kompetenzinitiative (Autorin: Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam, Kompetenzinitiative e.V.) Zum Originalartikel
Unspezifische Symptome – eine klare Entwicklung
Immer mehr Menschen berichten über gesundheitliche Beschwerden, die von offizieller Seite gerne als „unspezifisch“ bezeichnet oder auf Stress und Lebensstil geschoben werden. Doch die Liste ist lang und eindeutig: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Nervosität, Konzentrationsprobleme, Gedächtnisstörungen, Ohrgeräusche, Herzrhythmusstörungen, Hautirritationen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Depressionen, Angstzustände und Aggressivität.
Die Autorin macht deutlich: Diese Häufung von Symptomen weist nicht auf psychische Befindlichkeiten, sondern auf schwerwiegende Multisystemerkrankungen hin. Eine davon ist die Elektrohypersensibilität (EHS).
Was ist Elektrohypersensibilität?
EHS beschreibt gesundheitliche Störungen, die durch elektromagnetische Felder (EMF) ausgelöst werden – und zwar durch Quellen, die uns im Alltag ständig umgeben: Mobiltelefone, WLAN, DECT-Telefone, Bluetooth-Geräte, Mobilfunkmasten, Smart-Meter-Systeme.
Die Zahl der Betroffenen ist nicht gering. Epidemiologische Untersuchungen aus verschiedenen Ländern zeigen, dass bis zu 5 % der Bevölkerung an EHS leiden könnten. Das entspricht Millionen von Menschen allein in Europa.
Grenzwerte ohne Schutzfunktion
Die Autorin weist eindringlich darauf hin, dass die geltenden Grenzwerte keinerlei Schutz vor diesen Erkrankungen bieten. Denn sie berücksichtigen ausschliesslich thermische Effekte – also eine Erwärmung des Gewebes um mindestens ein Grad Celsius.
„Die Grenzwerte sind ein Konstrukt der Industrie und dienen nicht dem Schutz der Bevölkerung.“
(Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam, Kompetenzinitiative)
Doch die wissenschaftliche Studienlage ist eindeutig: athermische Effekte treten schon weit unterhalb dieser Grenzwerte auf. Sie greifen direkt in fundamentale biologische Prozesse ein.
Nachgewiesen sind unter anderem:
- oxidativer Stress – eine Überlastung der Zellen durch freie Radikale
- Öffnung der Blut-Hirn-Schranke – toxische Substanzen gelangen ins Gehirn
- DNA-Strangbrüche – Schädigungen des Erbguts
- Störungen des Zellstoffwechsels – veränderte Energieversorgung und Signalübertragung
- verstärkter Calcium-Einstrom in Zellen – Störung zahlreicher Regulationsprozesse
Diese Befunde sind kein Randwissen, sondern werden in Hunderten wissenschaftlicher Publikationen dokumentiert. Dass sie in offiziellen Bewertungen nicht berücksichtigt werden, ist ein Skandal.
Das Leid der Betroffenen
Menschen mit Elektrohypersensibilität werden in der Regel nicht ernst genommen. Ihre Symptome werden bagatellisiert oder als psychische Probleme abgetan. Doch der Alltag der Betroffenen zeigt ein anderes Bild:
Viele durchlaufen eine jahrelange medizinische Odyssee ohne Diagnose. Erst spät erkennen sie den Zusammenhang zwischen Strahlenbelastung und ihren Beschwerden. Dann folgt häufig ein radikaler Einschnitt ins Leben: Rückzug aus belasteten Räumen, Verlust des Arbeitsplatzes, Einschränkung sozialer Kontakte – bis hin zur sozialen Isolation.
Internationale Anerkennung
Während in Deutschland und vielen anderen Ländern EHS noch immer ignoriert oder geleugnet wird, ist die Situation international eine andere.
- In Schweden wird Elektrohypersensibilität bereits als Krankheit anerkannt.
- In mehreren Ländern laufen Bestrebungen, EHS in die Krankheitsklassifikation ICD-10 der WHO aufzunehmen.
Die Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Evidenz, internationalen Entwicklungen und der deutschen Realität könnte grösser kaum sein.
Forderungen der Kompetenzinitiative
Die Kompetenzinitiative macht unmissverständlich klar, was zu tun ist:
- Anerkennung von EHS als Krankheit auch in Deutschland
- drastische Senkung der Strahlenbelastung durch verbindliche Schutzregelungen
- Abkehr vom thermischen Grenzwertmodell
- konsequente Umsetzung des Vorsorgeprinzips
- Förderung unabhängiger Forschung
- Schaffung von Schutzräumen für Betroffene
Diese Forderungen sind nicht verhandelbar – sie sind die logische Konsequenz aus den vorliegenden Daten und den Erfahrungen tausender Menschen, deren Leben durch elektromagnetische Felder massiv beeinträchtigt wird.
Fazit
Die Elektrohypersensibilität ist keine Randerscheinung und keine eingebildete Krankheit. Sie ist Ausdruck einer tiefen biologischen Störung, verursacht durch eine Umwelt, die von immer stärkeren elektromagnetischen Feldern durchdrungen ist. Die Ignoranz der offiziellen Stellen verschärft das Leid der Betroffenen und verhindert wirksamen Schutz.
👉 Wer die Details nachlesen möchte: Originalartikel auf Kompetenzinitiative.de
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